Baugestaltung & Grünkonzept

Baugebiet

Ein neues Baugebiet ist für Fatschenbrunn nicht angedacht. Aufgrund der fast geschlossenen Baulücken und nur noch wenigen freien Bebauungsflächen ist es sinnvoll, zumindest eine Option für neue Bauplätze bereitzustellen. Hier wird ausdrücklich von allen Beteiligten wie Gemeinde, Amt für ländliche Entwicklung sowie Dorfbewohner darauf geachtet, den dörflichen Charakter und die räumliche Geschlossenheit des Dorfes zu erhalten. Eine Konzeption wird derzeit erarbeitet.

Bauhistorie

Vor 50 Jahren war Fatschenbrunn noch stark geprägt durch das Unter- und Oberdorf. Zwischen den beiden Dorfschwerpunkten verläuft eine bogenförmige Straße, welche die beiden Ortsteile verbindet. Die gegenwärtige Dorfstruktur unterscheidet sich kaum von der des 19. Jahrhunderts. Der Dorfgrundriss hat sich während der letzten 100 Jahre nicht geändert. Die historischen und maroden Gebäude wurden zum Teil ersetzt oder renoviert.

Die offenen Baulücken sind mittlerweile entlang der Ortsstraße geschlossen. Das seit den 70er Jahren entstandene Neubaugebiet hat die einst getrennten Ortsteile endgültig harmonisch miteinander verbunden.

 

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Wir haben keine Leerstände – sondern eine Warteliste

Im Jahr 2013 standen zur selben Zeit drei Baukräne verteilt über den Ort. Dies verdeutlicht die Bautätigkeit zur Schließung der vorhandenen Baulücken. Würde man das Verhältnis der Kräne zur Einwohnerzahl auf die Landeshauptstadt München multiplizieren, müssten dort 17.650 Kräne zur gleichen Zeit stehen.

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Dorferneuerung im Zeitraum 2008 bis 2011

Bei der Maßnahme in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken waren nahe- zu alle Straßen und Plätze des Ortes mit einbezogen. Auch der Dorfweiher wurde in Zusammenarbeit mit dem Besitzer neu gestaltet und die Uferbereiche naturnah angelegt.

Die Gesamtmaßnahme war nur durch einen enormen Einsatz an Eigenleistung durch die Bürger möglich.

 

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Gemeinschaftsdarre und Dorfscheune

Am Sportgelände ist eine Gemeinschaftsdarre mit Dorfscheune geplant. Darin soll das in Fatschenbrunn historisch gewachsene Handwerk des Hutzeldarrens als Kulturgut aufrechterhalten werden. Mit gemein- schaftlichem Darren soll das Wissen darum an die Jugend weitervermittelt werden. Zudem soll das Gebäude den Fatschenbrunner Vereinen als Festscheune zur Verfügung stehen.

 

Grüngestaltung und Entwicklung

„Der äußere Charme 
des Dorfes liegt in seiner natürlichen Einfachheit.“

 

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Durch die einmalige geo- und topographische Lage und einem natürlichen Gespür der Einwohner, die sich bewusst oder unbewusst dadurch beeinflussen ließen, hat sich Fatschenbrunn nie künstlich „verbogen“. Einzigartig macht das Dorf, dass von jedem Blickwinkel innerhalb des Ortes alter Baumbestand über Blickachsen zu bewundern ist. Durch die Anregungen aus der Dorferneuerungsmaßnahme und den Teilnahmen am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ hat man sich mit dem Wohnumfeld beschäftigt. Neue Ideen und so manche Bewusstseinsänderung zeigen Früchte. So wurde z.B. die Umfriedung eines Grundstückes mit Sandsteinpfosten und Lärchenholz stimmig ins Ortsbild passend ausgeführt. Nachahmer sind herzlich willkommen.

Nach Streichung aus der Liste der Naturdenkmäler des Landkreises wegen vermeintlicher „Verkehrsgefährdung“, wurde die Kirchenlinde – unser „ältester Einwohner“ – auf Initiative und Kosten der Kirchengemeinde in Eigenleistung sowie durch eine Spendenaktion im Jahr 2007 saniert. Zum Dank wurde mit einem Lindenfest unter der Linde der Erhalt gefeiert.

 

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„…wir geben dich nicht mehr her…“

 

Grundbepflanzung

Verteilerkästen für Kommunikation und Strom sind ein notwendiges Übel im Dorf- bild, jedoch oft ein Dorn im Auge. Auch wenn es bei den Stromunternehmen nicht auf Wohlwollen stößt – wir ziehen „Grün“ vor. Die Grundbepflanzung ist selbst geplant und ausgeführt und die Wechselbepflanzung saisonal angepasst. Alle Maßnahmen im Dorf werden in Eigenregie
von einem einheimischen Gartenfachmann betreut. Die Gemeinde unterstützt vorbildlich bei größeren Projekten.

Blüten = Bienen = Birnen

Die selbst gepflanzte Birnenallee am Ortseingang wird jährlich mit einer Bienenweide-Blumenuntersaat ver- schönt. Angelockt durch den Duft der Blumen werden auch die Birnenblüten von den Bienen befruchtet.

Friedhofsumgestaltung

Der sensibelste und mit größtem Bedacht zu behandelte Bereich im Dorf ist der Friedhof. Im Bewusstsein um dessen kulturelle Bedeutung gilt es zu handeln.

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Bisher wurden folgende Maßnahmen bereits umgesetzt:

  • »  Errichtung einer gehauenen Sandsteinmauer als passender Bauteil im Ortseingangsbereich mit Dauer und Wechselbepflanzung.
  • »  Neukonzeption der Abfallentsorgung
  • »  Pflanzung der Hainbuchenhecke 
zur Beruhigung der Gräberstätte
  • »  Pflanzung einer Traueresche im Eingangsbereich 
Planungen für die Zukunft: » Umsetzung des Neuordnungskonzeptes gemäß Planung

 

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