Eröffnung des europäischen Kulturwegs am 02. Juni 2019

Eröffnung des Europäischen Kulturwegs in Fatschenbrunn

am 2. Juni 2019

Fatschenbrunn. Mit einem zünftigen Dorffest begeht Fatschenbrunn am Sonntag, 2. Juni, die Eröffnung des Europäischen Kulturwegs. Rund zwei Jahre lang arbeiteten die Fatschenbrunner zusammen mit Fachleuten von der Universität Würzburg an diesem Lehrpfad, der Besuchern und Einheimischen die Besonderheiten der Fatschenbrunner Kulturlandschaft näher bringen soll.

Es ist ein schöner Zufall, dass dieses Ereignis mit den Europawahlen zusammenfällt: Ein kleines abgelegenes Nest im Steigerwald als Synonym, worauf Europa aufbaut: Kleine Strukturen als Keimzellen für das Große – und die Jungen Leute sind voll dabei! Tradition wird nicht nur bewahrt, sondern in die Zukunft geführt.

Hier in Fatschenbrunn haben sich Reste der alten Baumfelderkultur erhalten, hier stehen alte Birnbäume, deren Sorten fast verloren gegangen wären. Im Rahmen der Arbeit am Kulturweg wurde auch dieses Erbe gesichert, junge Bäume aus den alten gezogen und überall in der Flur gepflanzt.

Die Eröffnungsfeier beginnt am 2. Juni um 10.30 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst im Hutzelhof Hümmer, den Pfarrvikar Andreas Hartung und die Kirchenband Octavoice gestalten. Anschließend wird der Kulturpfad offiziell eröffnet unter anderem durch Bürgermeister Thomas Sechser und den Vorsitzenden das Naturparks Steigerwald Johann Kalb. Musikalisch umrahmen Judith und Michael Weisel die Feier mit Harfe und Kontrabass. Ulla Schmidt und Dr. Gerrit Himmelsbach werden dann den Kulturpfad vorstellen, um 13.00 Uhr startet eine Führung mit Erläuterung der einzelnen Stationen. Den ganzen Tag über präsentiert sich der prämierte Genussort Fatschenbrunn unter anderem mit Variationen von der Hutzel. Hier im Ort hat sich die Tradition, Dörrbirnen herzustellen und zu verarbeiten noch erhalten. Mit dieser Tradition wurde Fatschenbrunn in den Kreis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Besucher können auch erleben, wie ausgezogene Krapfen gebacken werden und diese natürlich auch genießen. Der Korbmacher Stefan Rippstein zeigt, wie seit hunderten von Jahren Därrhärrli aus Weiden geflochten werden. Am Nachmittag spielen die Zeller Musikanten. Die Damen des Leaderprojektes „Landkreis Haßberge Trachten“ präsentieren in einer Modenschau ihre selbst geschneiderten Trachten.

Der Rundweg ist rund sechs Kilometer lang, er verläuft vorwiegend auf Schotter- und Waldwegen und ist gut zu begehen.

Wie beim Tag der offenen Gartentür im letzten Jahr, stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Sabine Weinbeer